Mit Dankbarkeit durch die Krise!

Dankbarkeit mitten in der Krise? Geht das?

 Selbstverständlich fällt es kaum einem Menschen leicht, im Angesicht einer tiefen Krise dankbar zu sein. Niemand wünscht sich Verluste oder Rückschläge! Die wenigsten Menschen sagt: "Danke, Universum, dass du mir meinen Job oder eine geliebte Person genommen hast."

 

Dennoch geschehen diese Dinge und es liegt an jedem von uns, wie wir darauf reagieren wollen. Willst du dich davon dauerhaft demoralisieren lassen oder möchtest du die Krise als Sprungbrett nutzen, zurück ins Leben - vielleicht sogar in ein tieferes, auf eine Art glücklicheres Leben?

 

Doch Achtung: es geht hier nicht darum deine schmerzlichen Gefühle zu verleugnen und so zu tun, als ob es dir gut ginge! Es geht darum nicht zu verleugnen, dass es trotz deiner Krise immer auch das Gute gibt! Du musst nur hinsehen.

 

Dabei musst du dich nicht für das eine oder andere entscheiden, sondern du kannst anerkennen, dass es immer alles gibt: das Schmerzliche und das Schöne!

 

Immunsystem der Psyche

Unser körperliches Immunsystem wehrt für uns Eindringlinge wie z.B. Viren und Bakterien ab und hilft uns Krankheiten zu überstehen. Wir alle wissen, dass wir unser Immunsystem unterstützen können, indem wir  beispielsweise Vitamine zu uns nehmen oder in die Sauna gehen.

 

Unser psychisches Immunsystem hilft uns durch psychische Krisen zu gelangen ohne an ihnen zugrunde zu gehen. Hier spielt Dankbarkeit eine zentrale Rolle - eine Praxis der Dankbarkeit ist also für dein psychisches Immunsystem wie gesunde Ernährung für dein körperliches Immunsystem! Den wenigsten Menschen ist das klar!

 

Wir denken eher daran etwas Gutes für unser körperliches Immunsystem zu tun, als für unser psychisches!

 

Der negative Geist

Gerade in der Krise fällt es uns oft schwer etwas zu finden, für was wir dankbar sein könnten. Das liegt jedoch nicht daran, dass mit Beginn deiner Krise alles Positive, Gute oder Erfreuliche mit einem Schlag dein Leben verlassen hat (auch wenn es dir so vorkommen mag), sondern daran, dass unser menschliche Geist darauf getrimmt ist sich auf das Negative. Problematische und Fehlende zu konzentrieren.

 

Diese "Negativfokussierung" hat uns Menschen in unserer Evolution einen entschiedenen Vorteil in lebensbedrohlichen Situationen gebracht. Wenn unsere Vorfahren durchs Gebüsch gelaufen sind, dann hörten sie möglicherweise bei jedem Rascheln den Säbelzahntiger kommen und waren so immer aufmerksam und kampfbereit.

 

Nach einem schweren Verlust, einer großen Enttäuschung oder Veränderung sind wir jedoch nicht in einer lebensbedrohlichen Situation und diese Negativfokussierung unseres Geistes gereicht uns eher zum Nachteil. Sie hat sich im Laufe unserer Existenz als Menschen verselbständigt und ist nicht mehr in jeder Situation hilfreich.

 

In einem dunklen Parkhaus mitten in der Nacht mag es vielleicht sinnvoll sein, sich nur auf potentielle Gefahren zu konzentrieren, aber in einer Krise nimmt es dir deine Kraft! Deshalb müssen wir unserer Negativfokussierung hier entgegenwirken!

 

Dankbar sein oder sich dankbar fühlen?

Verwechsle dabei nicht dankbar sein und sich dankbar fühlen. Wir alle haben keine Kontrolle über unsere Gefühle. Du kannst dich nicht auf Knopfdruck dankbar fühlen, wenn du gerade traurig, wütend oder verzweifelt bist! Niemand kann das! Konzentriere dich deshalb nicht zu sehr darauf, dich dankbar zu fühlen, sondern mehr darauf dankbar zu "denken"!

 

Unsere Gefühle hängen davon ab, wie wir über die Dinge denken, wie wir sie betrachten und bewerten! Dankbar zu sein ist eine bestimmte Art die Welt zu betrachten, eine Haltung der Welt gegenüber, die große Auswirkungen auf deinen emotionalen Zustand hat: Dankbarkeit fördert Hoffnung, Freude und Selbstwertschätzung!

 

Haltung der Dankbarkeit

Was ist eine "Haltung der Dankbarkeit"? Hier sind zwei wesentliche Aspekte:

  • Den kleinen guten Dingen des Lebens Aufmerksamkeit zu schenken, anstatt sie (wie es unser menschlicher Verstand gerne tut) im Trubel untergehen zu lassen.
  • Zu erkennen, dass auch die negativen Ereignisse im großen Zusammenhang Sinn haben (selbst wenn ich ihn jetzt nicht nicht erkenne).

Dankbarkeitsliste

Ein guter Start ist eine Dankbarkeitsliste!

 

1. Die Liste

 

Nimm dir jetzt ein Blatt Papier und beginne alles aufzuschreiben wofür du in deinem Leben dankbar bist. Wenn du damit Schwierigkeiten hast, dann finde eine (oder mehrere) Sache(n) für jeden Buchstaben des Alphabets.

 

Das kann alles sein: Freunde, Familienmitglieder, konkrete Handlungen / Unterstützung, Nahrungsmittel, Umgebungsfaktoren, Annehmlichkeiten (wie ein Bett, Kühlschrank etc.), Herausforderungen, Menschen (z.B. die Bäckereiverkäuferinnen, DHL-Boten etc.), Naturerlebnisse, Tiere, Reisen, schöne Erinnerungen ...

 

Immer wenn du ins Negative abdriftest (was sicherlich passieren kann), dann ist das kein Problem! Wenn du es bemerkst, dann gehe zurück zu deiner Liste und finde mehr Dinge, für die du dankbar bist. Bis dir nichts mehr einfällt.

 

2. Dankbarkeit ausdrücken

 

Was vielen Menschen noch schwerer fällt als Dankbarkeit zu finden ist sie auszudrücken, denn dann zeigen wir uns offen und verletzlich und das macht uns Angst!

 

Dennoch bitte ich dich dich zu fragen, wie du deine Dankbarkeit ausdrücken kannst! Vielleicht durch ein Lächeln, ein nettes Wort, einen Brief, eine Spende, ein kleines Geschenk ...

 

Das Tolle daran ist, dass es ein Geschenk für die andere Person ist und gleichermaßen auch für dich!

 

Viel Freude damit!

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